„Faso Danfani – Kultur, Identität und globale Verantwortung“
Um das Kulturelle Erbe aus Burkina Faso, den traditionellen Webstoff „Faso Danfani“ und
die Zusammenhänge von Globale Verantwortung, Kultureller Identität und Frieden in
Deutschland bekannt zu machen und in der Diaspora zu repräsentieren, soll es mehrere
Veranstaltungen geben. Inhalt sind die inhaltliche Auseinandersetzung mit Mode als Teil
der kulturellen Identität und der Rolle für die Friedensstärkung.
12.09.2026, Ort: Forum Factory
Beginn 17:00 Uhr
1. Filmvorführung des Filmes „Sirene de Faso Fani“ von Michel K. Zongo ( 2014)
Der Dokumentarfilm erzählt aus der Perspektive ehemaliger Arbeiter einer einst
bedeutenden Baumwollfabrik in Burkina Faso. Er zeigt, wie die Schließung der Fabrik im
Jahr 2001 durch globale wirtschaftliche Zwänge Tausende Menschen in Arbeitslosigkeit
und Armut stürzte. Michel K. Zongo beleuchtet die sozialen und wirtschaftlichen Folgen
einer globalisierten Wirtschaft, die nur Wachstum und Zahlen kennt, aber lokale
Bedürfnisse und Traditionen vernachlässigt. Der Film untersucht rund zehn Jahre nach der
Schließung, wie die Betroffenen ihr Leben neu gestalten und welche Herausforderungen
sie weiterhin bewältigen müssen.
2. Panel und Diskussion
Beginn 18.30 Uhr
Referenten: Moderation: Djif Djimeli, Filmemacher aus Kamerun
1. Referent: Ben Isac Compaoré, Modedesigner aus Burkina Faso
2. Referentin: Odile Woni, Sozialwissenschaftlerin aus Burkina Faso
Es gibt mehrere Leitfragen, damit sollen Aspekte aus entwicklungspolitischen,
wirtschaftlichen und kulturellen Bereich abgedeckt werden. Zum Beispiel:
• Welche langfristigen sozialen und wirtschaftlichen Folgen hatte die Schließung der
Baumwollfabrik für die lokale Bevölkerung in Burkina Faso?
• Welche Rolle spielen faire Handelspraktiken und internationale Partnerschaften für
die Stabilität lokaler Industrien?
• Wie kann die Mode- und Textilindustrie in Burkina Faso traditionelle Stoffe nutzen,
um lokale Wirtschaft und Kultur zu stärken?
• Welche Bedeutung haben traditionelle westafrikanische Stofftechniken (z. B. Mali:
Bogolanfini, Indigo, Batik) für die heutige Wirtschaft und Mode?
3. Interaktiver Workshop
Am Sonntag, den 13.09. von 14:00 bis 18:00 Uhr im Intergalaktische Kulturverein in der Sprengelstr. 15, lädt der Woka-Kuma Deutschland e.V. , 13353 Berlin, zu einem interaktiven Workshop rund um Mode und Fast Fashion ein.

Gemeinsam werfen wir einen kritischen Blick auf die globalen Zusammenhänge der Kleidungsproduktion und beschäftigen uns mit der Frage, welchen Weg unsere Kleidung eigentlich zurücklegt – vom Rohstoff über die Verarbeitung bis hin zum Verkauf. Ein Video und eine Präsentation zum „Weg eines T-Shirts“ geben dabei einen anschaulichen Einstieg in das Thema.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf traditionellen Stoffen und Handarbeitstechniken aus afrikanischen Ländern. Anhand von Faso Danfani aus Burkina Faso erfahren die Teilnehmenden mehr über die Geschichte, Symbolik und soziale Bedeutung dieses handgewebten Stoffes. Beim Fühlen und Vergleichen verschiedener Materialien wird der Unterschied zwischen traditioneller Handarbeit und industrieller Stoffproduktion unmittelbar erfahrbar. Dabei geht es auch um die Verbindung von kultureller Identität, Handwerk, Tradition und Moderne sowie um die Bedeutung von Handarbeit für gesellschaftlichen Zusammenhalt und Frieden.
Gemeinsam diskutieren wir anschließend die Unterschiede zwischen Fast Fashion und Fair Fashion und gehen der Frage nach, wie Mode nachhaltiger und gerechter gestaltet werden kann. Welche Verantwortung tragen Konsument:innen und welche die Industrie? Welche Perspektiven bringt die afrikanische und westafrikanische Diaspora in diese Debatte ein? Im Austausch werden konkrete Möglichkeiten nachhaltigen Handelns gesammelt – etwa Kleidung zu tauschen, zu reparieren, länger zu nutzen oder bewusster und fair einzukaufen.
Zum Abschluss wird es praktisch: In einem interaktiven Upcycling- und Repair-Workshop können die Teilnehmenden eigene Kleidungsstücke reparieren, verändern und kreativ neu gestalten. Der Workshop richtet sich an interessierte Menschen aus der Nachbarschaft, Modeinteressierte, Designer:innen und Kulturschaffende, Vertreter:innen nachhaltiger Modeinitiativen, Aktivist:innen sowie Menschen aus der afrikanischen/westafrikanischen Diaspora und der Berliner Kunst-, Kultur- und Bildungsarbeit. Im Mittelpunkt stehen Begegnung, Austausch, kreatives Ausprobieren und die gemeinsame Suche nach nachhaltigen Alternativen in der Mode.
Diese Veranstaltungen sind gefördert durch die Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit

