Podiums-Diskussion

„GEWALT UND BILDUNG“ mit Mahamadi Sinka
Samstag, 18. Juni 2016, 19.30 – 20.30h
WERKSTATT DER KULTUREN

Die Podiumsdiskussion & Workshops dienen dem gesamten Charakter und dem wesentlichen kommunikativen Ziel des WOKA KUMA Festivals, Kunst, Bildung und Menschenrechtsthemen zu verbinden.

Immer mehr Gewalt entsteht durch den Zerfall traditioneller Sozialstrukturen sowohl in Westafrika als  auch in Europa.
In Deutschland gewinnen nationalistische, religiös fundamentalistische und zum Teil gewaltbereite politische Strömungen an Einfluss.
In Westafrika erstarken islamistische militärische Bewegungen.
Die Angehörigen rassistischer, sexistischer Bewegungen vereint der Mangel an Bildung.
Schulen und andere Bildungseinrichtungen sind zunehmend überfordert von sozialen Konflikten, die sich zwischen Jugendlichen mit unterschiedlichen ethnischen und sozialen Hintergründen ergeben.

Sind unsere Bildungseinrichtungen noch sicher und welche Maßnahmen sind für ein friedliches, angstfreies Miteinander notwendig?

Podiumsteilnehmer-innen:
Interkunst e.V., Til Dellers
StreetUniverCity Robert Andjelkovic aka Drob Dynamic
Alte Feuerwache, Jugendzentrum Musikbereich, Flo Steindle (camp:cypha / edit ent.)
JOLIBA, Katharina Oguntoye
Moderation: Mansour Yacoub

Mahamadi Sinka: Produzent „Kongresse aller Westafrikanischen Lehrer für Integration und Frieden“, Leiter FESTICO in Burkina Faso, Assistent der Städtischen Kultur, Präsident Woka-Kuma Verein in Burkina Faso, Mitglied der Organisation „Werkstatt und Forum“, die sich mit Erziehung und Menschen-rechten, der Vernetzung der sportlichen und kulturellen Aktivitäten und deren Planumsetzung von Jugendlichen in Westafrika und der Baumbewässerung in Dürregebieten beschäftigt.
Der Menschenrechtler deutet das soziale Leben seiner Heimat und Westafrika und analysiert Familienstrukturen in Burkina Faso mit PodiumsteilnehmerInnen in Deutschland.
Gewalt existiert auf Grund vielschichtiger Ursachen und wir sollten sie nicht ignorieren! Sie entsteht durch eine immer mehr isolierte Gesellschaft. Unsere Umgebung, insbes. Schüler-innen, Auszubildende, Student-innen, Lehrer-innen und Arbeitsvermittler-innen, sind immer öfter Konfliktsituationen ausgesetzt, dessen Ursachen aus rassistischen, religiösen, sozialen, pädagogischen, institutionellen oder integrativen Problemen entstanden.
Die Arbeitsbedingungen der Lehrer-innen stellen sich als schwierig dar, sind sie doch teilweise vom Zufluss der Schüler- und StudentInnen überfordert und können daher die gewünschte Vertrauenssituation, zwischen Schüler-Lehrer nicht mehr gewährleisten.
Wie begegnet man heute, sozial unbewusstem Verhalten und Disziplinlosigkeit, bei einer so hohen Arbeitslosigkeit der Jugend? Welche Tendenzen hat diese Gewalt?
Er geht dabei auf das Thema Erziehung mit ihren für uns unvorstellbaren Körperstrafen ein, welche durch Religion und Tradition gerechtfertigt werden. Sie werden immer noch an Grundschulen praktiziert und dienen letztendlich dem Glauben, einen Charakter zu schmieden.
In seinem Vortrag, wird auch „Sexuelle Gewalt“ angesprochen, die hauptsächlich junge Mädchen und Frauen aus kleineren Städten und den ländlichen Gegenden betrifft. Täter stammen vorwiegend aus den nächsten Familienkreisen und entsprechen einer schlechten Berichterstattung. Informative Texte über die institutionelle Bildung in Burkina Faso werden gezeigt!
www.facebook.com/mahamadi.sinka

Mahamadi Sinka gibt auch Workshops
(Vortrag & Diskussion):
  “Gewalt und Bildung”:

16.6. 18.00h Info-Café Berlin Paris, Molkenmarkt 1, 10179 Berlin
20.6. 18:30h Centre Français de Berlin, Müllerstr. 74, 13349 Berlin
23.6. 16.00h Fuchsbau Jugendzentrum, Thurgauer Str. 66, 13407 Berlin

Mahamadi Sinka ist bis Mitte Juli in Berlin – weitere Veranstaltungen mit ihm sind möglich.

Hier gehts zur Programmübersicht.